Berichte/Treffen/Runs

ELEFANTENTREFFEN 2012

Am Donnerstag den 26.1.2012 setzte ich mich früh am Morgen bei Minus 7 Grad auf meine Silver Special und fuhr nach Altötting. Beim dort ansässigen Schachtelwirt hab ich mich mit Markus von den Zeremonienmeistern auf einer 1. Serie Fuffi sowie Oliver von den Altöttingern auf einer originalen PX150 getroffen. Perfekt passende Motorisierungen zu meinem TS1 ;)

Nach einem kurzen Aufwärmstop inkl. Tankauffüllung gings dann über kleinere Verbindungsstrassen bei strahlendem Sonnenschein weiter bis nach Loh bei Solla im Bayrischen Wald zum 56. Elefantentreffen.

Michele war mit 3 weiteren Italienern schon seit 1 Tag vor Ort und hat uns am Eingang abgeholt. Als erstes gleich mal das Gepäck abgeladen und einen Platz für das Zelt ausgesucht. Dann mit dem Moped gleich nochmal aus dem Talkessel hinauf zum Eingang eine Ladung Stroh für unters Zelt holen. Ohne ist zelteln im Schnee nicht nur kalt sondern auch noch unangenehm feucht. Zum Glück sind wir schon am Donnerstag angereist, Fr. gabs dann weder Stroh noch Zeltplätze. Feuerholz wurde uns netterweise von ein paar Jungs am Traktor in den Talkessel angeliefert. Allerdings in Meter Prügeln die erst mal etwas gekürzt werden mussten.

Den restlichen Nachmittag sowie Abend haben wir damit verbracht Runden zum Eingang rauf zu unternehmen bzw. uns am Lagerfeuer aufzuhalten. Unsere italienischen Kollegen, alle auf neueren PXn (ausser Michele auf einer Skelly PX alt ohne Blinker), haben uns sensationell lecker bekocht. Selbstgemachte Pasta, frischer Parmesan im Ganzen, Salami, Käse, Wein, … Die Jungs hatten sogar ein 3-Bein inkl. grossem gusseisenen Topf als auch einer Art Waffeleisen für kleine zu füllende Brottaschen. Einfach der Wahn!

Michele ist dann jede Stunde einmal ohne Haube oder Handschuhe “eine Runde bei Eingang – Schnabbs” mit dem Moped gefahren. Er kam immer wieder zurück, hatte dann aber mit fortschreitenden Runden etwas Schwierigkeiten die Vespa auf dem Haupständer abzustellen und landete daher ein paar Mal samt Roller im Zelt von Markus. Trotz alledem ist Michele mein Held für das konsequente Durchziehen seiner Runden bei Eingang!

Etliches an Lagerfeuerromantik später ging es dann bei einer Aussentemperatur von Minus 7 kurz vor Mitternacht ab ins Zelt wo es genauso kalt war. Lange U-Wäsche, Haube, 2 Schlafsäcke und 2 Isomatten haben mich trotzdem nur noch die Nase herausgeschaut hat immer noch etwas bibbern lassen. In Verbindung mit der doch eher unbequemen Schlafstelle hab ich bis zum Sonnenaufgang kaum ein Auge zugemacht.

Dafür war der Pulverkaffe am nächsten Morgen dann umso besser (natürlich wieder am Lagerfeuer). Dazu dann noch ein Weisswurstfrühstück oben beim Eingang – die Welt war wieder in Ordnung. Den Freitag haben wir ähnlich wie den Samstag verbracht, durch den Talkessel gehen und die Narrischen mit ihren wilden Kisten anschauen, gut italienisch essen, trinken, Holz sägen, Neuankömmlinge aus Wien und Linz begrüssen und hauptsächlich halt ums Lagerfeuer sitzen.

Freundlicherweise war die 2. Nacht mit nur -4 wärmer, sodaß ich diesmal mit 1 Schalfsack ausgekommen bin und es sogar wohlig warm hatte. Im Nachbarzelt war es dagegen sogar sehr heiß würde ich mal aufgrund der nicht enden wollenden zweisamkeitigen Geräuschkulisse sagen ;)

Samstag dann zusammengepackt, aufgeladen und Richtung Heimat aufgebrochen. Leider hat Markus aufgrund zu vieler Runden durch den Kessel und auch einem nicht so ganz gelungen Hillclimb seine Kupplung ruiniert. Ersatzteile und Werkzeug hatte er zur Genüge mit, also gings ans Zerlegen. Es waren aber im Endeffekt nicht nur zerstörte Beläge sondern auch ein abgescherter Kupplungkeil. Unglaublich aber wahr: Ich, ja ich der von Vespa mitlerweile ja kaum noch Ahnung hat, hab dem Markus dann darauf hingewiesen daß so ein Keil bei der SF-Kulu nicht mehr zeitgemäss ist sondern daß man da besser eine hochfeste Mutter mit Bund verwendet und die Welle auf die Kulu einschleift. Dann kann man den Keil getrost vergessen, der kann ja eh keine Kraft übertragen wie man wieder mal gesehen hat. Tja, der Keil war ja gach gewechselt, nur mit den Belägen hats ihn dann noch länger gefeigelt. Er hat dann aus einem Korkbelag für Böden neue Beläge geschnitzt und ist mit diesen dann heimgefahren. Ein Hoch auf den Erfinderreichtum, ich bin begeistert! :)

Meine Heimfahrt war weniger ereignisreich: Vollstoff über die Bundesstrasse durch Schneegestöber und Regen. Loh, Passau (total verfranzt), dann die sichere Route über Schärding und Ried nach Salzburg. Moped hielt 1a wie immer, die Reifen ebenfalls. Steht genauso wie abgestellt an dem Samstag immer noch in der Halle drinnen. Es ist so kalt daß ein Abwaschen des aufgetragenen Lederfetts noch keinen Sinn gemacht hat bisher. Will das an der Tanke mit dem Strahler machen, dafür sollte dann aber auf der Heimfahrt kein Salz mehr liegen auf der Straße sonst wars umsonst. Dauert also noch ein bisserl bis ich auch den Tip mit dem Lederfett als Schutz vor Salz und Co im Winter testmässig abschliessen kann. Ich werde wieder berichten; Ciao!